⚡ Energie-Tipps · Göhring Elektrotechnik · München-Ost
Immer mehr Haushalte im Münchner Osten setzen auf moderne Energietechnik: Photovoltaikanlage, Batteriespeicher, Wärmepumpe und Elektroauto gehören heute für viele Hausbesitzer zusammen.
Doch damit steigt auch der elektrische Leistungsbedarf.
Reicht der vorhandene Hausanschluss dafür noch aus?
Oder muss der Zählerschrank modernisiert, die Elektroinstallation angepasst oder sogar der Netzanschluss erweitert werden?
Gerade bei älteren Häusern sollte diese Frage vor der Installation geklärt werden.
🔌 Warum mehrere große Verbraucher problematisch werden können
Eine einzelne Wallbox mit beispielsweise 11 kW muss nicht automatisch ein Problem darstellen.
Anders sieht es aus, wenn gleichzeitig mehrere leistungsstarke Verbraucher betrieben werden:
🚗 Wallbox
🔥 Wärmepumpe
☀️ Photovoltaikanlage
🔋 Batteriespeicher
🏠 Elektroherd
🌡️ Klimaanlage
🛁 Durchlauferhitzer
weitere elektrische Verbraucher
Entscheidend ist deshalb nicht nur die Leistung eines einzelnen Gerätes.
Entscheidend ist das Zusammenspiel der gesamten elektrischen Anlage.
Eine moderne Elektroinstallation sollte deshalb nicht nur für den heutigen Bedarf ausgelegt werden, sondern möglichst auch zukünftige Erweiterungen berücksichtigen.
🏠 Ein Beispiel aus der Praxis
Stellen Sie sich ein Einfamilienhaus in Ottobrunn oder München-Ost vor.
Bereits vorhanden:
Photovoltaikanlage + Batteriespeicher
Jetzt soll zusätzlich installiert werden:
11-kW-Wallbox + Wärmepumpe
Auf dem Papier klingt das zunächst problemlos.
Eine einfache Addition der Geräteleistungen wäre jedoch keine ausreichende Planung.
Es muss unter anderem betrachtet werden:
- Welche Anschlussleistung steht zur Verfügung?
- Wie ist der Hausanschluss dimensioniert?
- Wie ist der Hausanschluss dimensioniert?
- Welche Sicherungen und Schutzgeräte sind vorhanden?
- Wie alt ist der Zählerschrank?>
- Welche Leistung kann die PV-Anlage liefern?
- Wie wird der Batteriespeicher eingebunden?
- Ist ein Energiemanagement sinnvoll?
- Kann ein Lastmanagement eingesetzt werden?
- Welche Anforderungen des Netzbetreibers müssen berücksichtigt werden?
Genau hier beginnt die Aufgabe eines qualifizierten Elektrofachbetriebs.
⚡ Der Zählerschrank ist häufig der entscheidende Punkt
Bei älteren Gebäuden findet man teilweise noch Zähleranlagen und Verteilungen, die ursprünglich für einen deutlich geringeren Strombedarf ausgelegt wurden.
Heute kommen immer mehr elektrische Verbraucher hinzu.
Der Zählerschrank muss deshalb unter Umständen an die aktuellen Anforderungen angepasst werden.
Dabei können beispielsweise folgende Arbeiten erforderlich sein:
✔ Modernisierung des Zählerschranks
✔ Anpassung der Schutztechnik
✔ Erweiterung der Unterverteilung
✔ Prüfung der Leitungsquerschnitte
✔ Prüfung des Hausanschlusses
✔ Vorbereitung für Photovoltaik
✔ Vorbereitung für Wallbox und Wärmepumpe
✔ Installation eines Energiemanagements
✔ Umsetzung eines geeigneten Lastmanagements
Welche Maßnahmen tatsächlich notwendig sind, lässt sich allerdings nicht pauschal anhand des Baujahres oder der Anzahl der Verbraucher bestimmen.
Die vorhandene Anlage muss vor Ort geprüft und bewertet werden.
🚗 Was passiert mit der Wallbox?
Eine Wallbox ist ein leistungsstarker Verbraucher.
Bei neu in Betrieb genommenen Wallboxen mit einer Netzanschlussleistung von mehr als 4,2 kW greifen grundsätzlich die Regelungen für steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG. Für Ladeeinrichtungen über 12 kVA ist außerdem grundsätzlich die Zustimmung des Netzbetreibers erforderlich.
Das bedeutet aber nicht, dass Ihr Elektroauto plötzlich nicht mehr geladen werden kann.
Moderne
Systeme können beispielsweise so geplant werden, dass die Ladeleistung
an die aktuelle Situation des Hauses angepasst wird.
🔄 Lastmanagement – wenn mehrere Verbraucher gleichzeitig arbeiten
Besonders interessant wird das bei Häusern mit mehreren großen Verbrauchern.
Ein intelligentes Lastmanagement kann beispielsweise berücksichtigen:
Hausverbrauch → Wärmepumpe → Wallbox → PV-Anlage → Batteriespeicher
Dadurch kann die verfügbare elektrische Leistung besser verteilt werden.
Beispiel:
Die Wärmepumpe benötigt gerade viel Leistung.
Gleichzeitig kocht jemand und das Elektroauto hängt an der Wallbox.
Anstatt einfach die maximal mögliche Ladeleistung bereitzustellen, kann die Wallbox ihre Ladeleistung reduzieren.
Wenn wieder mehr Leistung zur Verfügung steht, kann die Ladeleistung entsprechend erhöht werden.
Das Ziel ist nicht möglichst viel Leistung auf einmal, sondern eine sinnvoll abgestimmte Gesamtanlage.
☀️ Besonders interessant: PV-Überschussladen
Noch interessanter wird die Kombination mit einer Photovoltaikanlage.
Wenn auf dem Dach Solarstrom erzeugt wird, kann dieser – abhängig von der technischen Ausstattung – bevorzugt für den Eigenverbrauch genutzt werden.
Zum Beispiel:
PV-Anlage → Hausverbrauch → Batteriespeicher → Wallbox
So kann das Elektroauto einen Teil des benötigten Stroms direkt aus der eigenen Photovoltaikanlage beziehen.
Das kann besonders für Hausbesitzer interessant sein, die ihr Fahrzeug regelmäßig tagsüber am Gebäude stehen haben.
🔋 Batteriespeicher und Wallbox richtig kombinieren
Auch ein Batteriespeicher verändert die Situation.
Denn jetzt gibt es nicht mehr nur:
PV → Haus
sondern beispielsweise:
PV → Haus → Speicher → Wallbox → Netz
Ein Energiemanagementsystem kann dabei helfen, die verschiedenen Verbraucher und Erzeuger aufeinander abzustimmen.
Welche Lösung sinnvoll ist, hängt unter anderem von der vorhandenen PV-Anlage, dem Wechselrichter, dem Speicher, der Wallbox und der Elektroinstallation ab.
❗ Nicht einfach eine Wallbox „irgendwo anschließen“
Gerade bei älteren Häusern sollte die Wallbox nicht einfach nach dem Motto
„11 kW sind doch nicht viel“
installiert werden.
Die elektrische Anlage muss insgesamt betrachtet werden.
Vor einer Installation sollte deshalb unter anderem geprüft werden:
1. Hausanschluss
Welche Leistung steht zur Verfügung?
2. Zählerschrank
Ist die vorhandene Anlage technisch für die zusätzlichen Verbraucher geeignet?
3. Leitungen
Sind Querschnitte, Absicherung und Verlegebedingungen passend?
4. Schutzmaßnahmen
Sind die erforderlichen Schutz- und Schaltgeräte vorhanden?
5. Wallbox
Welche Ladeleistung und welche Funktionen werden benötigt?
6. Photovoltaik
Soll PV-Überschussladen möglich sein?
7. Wärmepumpe
Wie hoch ist deren elektrische Anschlussleistung?
8. Lastmanagement
Ist eine dynamische Leistungssteuerung sinnvoll oder erforderlich?
🏡 Besonders wichtig bei älteren Häusern
Ein Haus aus den 1970er-, 1980er- oder 1990er-Jahren kann technisch völlig in Ordnung sein.
Trotzdem bedeutet das nicht automatisch, dass die damalige Elektroinstallation für die heutigen Anforderungen ausgelegt wurde.
Damals gab es häufig noch keine:
- 11-kW-Wallbox
- große Wärmepumpe
- 10-kWp-Photovoltaikanlage
- Batteriespeicher
- Klimaanlage
- mehreren gleichzeitig betriebenen Elektrofahrzeuge
Die Anforderungen an die Elektroinstallation haben sich verändert.
Deshalb ist eine Bestandsprüfung vor einer größeren Erweiterung oft sinnvoller, als einzelne Geräte nacheinander installieren zu lassen.
👨🔧 Mein Tipp als Elektromeister
Wenn Sie bereits wissen, dass Sie in den nächsten Jahren
Photovoltaik + Speicher + Wärmepumpe + Wallbox
kombinieren möchten, sollten Sie nicht jedes Projekt einzeln betrachten.
Besser ist eine Gesamtplanung der elektrischen Anlage.
So kann beispielsweise bereits heute berücksichtigt werden, wo später eine Wallbox, ein Energiemanager oder ein Batteriespeicher angeschlossen werden soll.
Das spart häufig unnötige Umbauten und schafft eine bessere Grundlage für die zukünftige Erweiterung.
❓ Häufige Fragen
Kann ich eine 11-kW-Wallbox in jedem Einfamilienhaus installieren?
Nicht pauschal. Die vorhandene Elektroinstallation, der Netzanschluss und die technischen Rahmenbedingungen müssen geprüft werden. Eine Wallbox bis 11 kW ist grundsätzlich beim Netzbetreiber anzumelden; für höhere Leistungen gelten zusätzliche Anforderungen.
Brauche ich wegen einer Wallbox einen neuen Zählerschrank?
Nicht automatisch. Ob eine Modernisierung erforderlich ist, hängt vom vorhandenen Zählerschrank und der geplanten Gesamtanlage ab.
Kann ich Wallbox und Wärmepumpe gleichzeitig betreiben?
Grundsätzlich ja. Entscheidend ist die Auslegung der Gesamtanlage. Bei mehreren leistungsstarken Verbrauchern kann ein geeignetes Lastmanagement eine wichtige Rolle spielen.
Kann ich meine Photovoltaikanlage mit der Wallbox verbinden?
Ja. Je nach vorhandener Technik kann eine Wallbox in ein PV- und Energiemanagementsystem eingebunden werden. Damit ist beispielsweise PV-Überschussladen möglich.
Muss mein Hausanschluss vergrößert werden?
Nicht zwangsläufig. Das muss anhand der vorhandenen Anschlussleistung und der geplanten Verbraucher geprüft werden.
Was kostet die Prüfung?
Das hängt vom Gebäude, der vorhandenen Elektroinstallation und dem gewünschten Umfang der Prüfung ab. Nach einer Bestandsaufnahme kann der notwendige Aufwand konkret eingeschätzt werden.
⚡ Sie planen Wallbox, Wärmepumpe oder Photovoltaik?
Dann sollte zuerst geklärt werden, ob Ihre elektrische Anlage dafür bereit ist.
Ich prüfe Ihre vorhandene Elektroinstallation und zeige Ihnen, welche Lösung für Ihr Gebäude sinnvoll ist – von der Wallbox über die Zählerschrank-Modernisierung bis hin zu Lastmanagement und PV-Anbindung.
Göhring Elektrotechnik
Ihr Elektriker-Meister für München-Ost und Umgebung
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